Blog - Steillagenkollektiv

Arbeiten im Weinberg
Laubarbeiten im Weinberg
Im Hochsommer herrscht im Weinberg Hochbetrieb: Die Reben werden entlastet, Triebe ausgebrochen, Blätter vorsichtig geschnitten und Geiztrauben entfernt. So entsteht eine luftige, sonnige Laubwand, in der die Trauben ihre volle Farbe und Aromen entwickeln können – Sommerarbeit, die im Herbst die Qualität bestimmt.

Arbeiten im Weinberg
Die Rebblüte
Der Weinberg erwacht: Nach dem Abfallen der Schutzkappen zeigen sich die Blüten – jede Rispe ein Geschein voller Potenzial. Die selbstbestäubten Fruchtknoten bilden die Beeren, und das Wetter entscheidet über ihr Wachstum. Ein Moment, der über die Qualität des Jahrgangs entscheidet.

Arbeiten im Weinberg
Pflege und Aufzucht von Jungreben
Der erste Trieb entscheidet über die Zukunft der Jungrebe. Mit Sorgfalt wird der Pfropfkopf entlastet: Alle Triebe bis auf einen werden entfernt, um einen geraden, kräftigen Stamm zu fördern. Frühzeitige Pflege sichert, dass aus der jungen Rebe später hochwertiges Fruchtholz entsteht – der Grundstein für einen starken Weinberg von morgen.

Arbeiten im Weinberg
Reben biegen (historisch: gerten)
Der Rebschnitt ist geschafft – jetzt werden die Fruchtruten vorsichtig über den Draht gebogen und fixiert. Durch das Biegen wird die Apikaldominanz gebrochen, der Saft verteilt sich gleichmäßig und die Trauben erhalten optimale Nährstoffversorgung. Eine mühsame, zeitintensive Arbeit, die Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Sorgfalt erfordert – aber die Grundlage für eine gleichmäßige Traubenqualität legt.

Arbeiten im Weinberg
Der Rebschnitt
Die Rebkultur begann vor Jahrhunderten mit dem Schneiden der Reben – angeblich inspiriert von einem Esel, der im Winter die einjährigen Triebe abfraß. Heute ist der Rebschnitt entscheidend, um die Rebe zu kultivieren, gesunde Trauben zu erzeugen und das Blatt-Wurzel-Verhältnis optimal zu halten.
Altes Holz, Fruchtholz und einjähriges Holz werden gezielt geschnitten, verjüngt und angeschnitten, damit die Rebe Reservestoffe speichern kann – für die Blütendifferenzierung und die Trauben des nächsten Jahres. Ein tiefer Eingriff, der Erfahrung und Fingerspitzengefühl erfordert.

