Blog - Steillagenkollektiv

Arbeiten im Weinberg
Trockenmauerbau im Weinberg und die tierischen Bewohner
Aus Stein geschichtet, voller Leben: Trockenmauern prägen den Weinberg nicht nur optisch, sondern schaffen wertvolle Lebensräume. Wie traditionelles Handwerk Biodiversität fördert und den Weinbau nachhaltig stärkt.

Natur & Tiere
In der Hitze des Sommers
Die Weinberge sind im Sommer extremen Bedingungen ausgesetzt: Hitze, Trockenheit und karge Böden prägen das Leben zwischen Reben und Trockenmauern. Genau hier fühlen sich widerstandsfähige Dickblattgewächse wie Mauerpfeffer und Dachwurz besonders wohl. Sie trotzen der Sonne, bringen Farbe in den Weinberg und bieten gleichzeitig wertvolle Nahrung für Insekten. Wer genauer hinschaut, entdeckt eine faszinierende kleine Welt – am besten bei einem Glas Weißburgunder.

Natur & Tiere
Wildkräuter im lebendigen Weinberg
In lebendigen Weinbergen zeigt sich die faszinierende Vielfalt von Flora und Fauna. Hitze, Trockenheit und Jahreszeiten beeinflussen Pflanzen und Boden, während über 400 Wildpflanzenarten – von Mauerpfeffer bis Karthäuser-Nelke – das Ökosystem bereichern, Bestäuber versorgen und zur Artenvielfalt beitragen. Ein Spaziergang durch solche Weinberge wird so zu einem Erlebnis für alle Sinne.

Natur & Tiere
Die heimlichen Helden des Steillagenkollektivs
Der Boden eines Weinbergs ist ein wahres Kraftwerk des Lebens: Milliarden von Mikroorganismen und bis zu 20 Regenwurmarten pro Hektar arbeiten unermüdlich, um Humus aufzubauen, Nährstoffe zu recyceln und die Bodenstruktur zu verbessern. Diese unscheinbaren Helfer sorgen für gesunde Pflanzen, belüfteten Boden und Erosionsschutz – ein faszinierendes Zusammenspiel unter der Erde, das das Leben über der Oberfläche entscheidend prägt.

Arbeiten im Weinberg
Der Kampf mit den Steinen
Die alten Lesesteinriegel in den Weinbergen von Roßwag erzählen von harter Arbeit vergangener Generationen. Heute sind sie wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere, speichern Wärme und prägen das Landschaftsbild – ein stilles Zeugnis von Kultur, Natur und Artenvielfalt.

Natur & Tiere
Was blüht denn da?
Bunte Vielfalt im Steillagenkollektiv: Von Lavendel über Fetthenne bis zur Kuhschelle – unsere Blühpflanzen verwandeln die Weinberge in ein Paradies für Insekten und Augen. Jede Blüte ein kleines Wunder, jede Pflanze ein Beitrag zu einem lebendigen Ökosystem.

Natur & Tiere
Crowdfunding im Lembergerland
„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ – Friedrich Wilhelm Raiffeisen.
Im Steillagenkollektiv machen wir diese Philosophie lebendig: Solidarische Teilhabe an Weinbergterrassen, Blühpflanzen für über 150 Wildbienenarten und die Zukunft unserer Kulturlandschaft. Nach 4.000 Blühpflanzen im letzten Jahr starten wir 2023 eine neue Pflanzaktion – unterstützt durch Crowdfunding über Startnext. Jede Beteiligung zählt, damit es bald wieder in den Terrassen über der Enz summt, blüht und duftet.

Arbeiten im Weinberg
Aus Gestrüpp wird wieder Weinberg
Weinbergbrache? Nur wenn sie lebt!Brache kann gut sein – der Boden erholt sich und das Bodenleben regeneriert sich. Doch Brombeerwildnis und Verbuschung gefährden Trockenmauern, Artenvielfalt und das Landschaftsbild.
Am 21.01.2023 packten 25 „Wengerter für ein Jahr“ und Freiwillige kräftig an, um 5.000 m² terrassierten Weinberg in der Rosswager Halde von Brombeeren zu befreien. Jetzt können neue, zukunftsfähige Weinbergterrassen entstehen. Schritt für Schritt wird die Fläche bis 2028 wieder bepflanzt – während Blumen und Kräuter den Boden regenerieren.

Natur & Tiere
Kräuter- und Blühpflanz-Aktion im Steillagenkollektiv
„Unser Solidaritätsmodell für die terrassierten Steillagen im mittleren Enztal ist erfolgreich gestartet – über 150 Paten haben ihre Terrasse bereits gesichert“, berichtet Christian Kaiser, Geschäftsführer der Lembergerland Kellerei.
Dank der Teilhabe der Paten können die Kollektiv-Wengerter nachhaltig bewirtschaften: Weinberge, Trockenmauern und die Artenvielfalt profitieren gleichermaßen. Jetzt geht es los mit der ersten Kräuter- und Blühpflanz-Aktion: Fast 2.000 Setzlinge von 17 ausgewählten Arten – von der gewöhnlichen Kuhschelle über Frühlingsfingerkraut bis hin zu Schwertlilie – werden in den 572 Terrassen gepflanzt. So entstehen blühende Oasen für Insekten und Spaziergänger.

