Blog - Steillagenkollektiv

Arbeiten im Weinberg
Wann ist der perfekte Moment für die Weinlese?
Der perfekte Lesemoment ist ein Spiel aus Erfahrung, Gefühl und Wetter. Wenn Zucker, Säure und Aroma im Gleichgewicht sind, entscheidet sich im Weinberg, welchen Charakter der Wein später trägt.

Arbeiten im Weinberg
Laubarbeiten im Weinberg: Der Schlüssel für gesunde Trauben und hochwertigen Wein
Gezielte Handgriffe im Laub entscheiden über Luft, Licht und Reife. Warum Laubarbeiten im Weinberg weit mehr sind als Routine – und wie sie den Charakter des Weins entscheidend prägen.

Frühling
Frühling im Weinberg
Der Frühling im Weinberg ist eine Zeit des Erwachens: Boden, Reben und Wildkräuter kehren nach der Winterruhe zurück, Bestäuber summen durch die ersten Blüten, und das Ökosystem kommt wieder in Schwung. Gänseblümchen, Löwenzahn, Brennnesseln & Co. bringen Farbe, Leben und Nährstoffe zwischen die Reben – ein faszinierendes Schauspiel der Natur.

Arbeiten im Weinberg
Reben – Klimawandel – Beiaugen
Der Klimawandel bringt überraschende Herausforderungen für die Weinberge: Früh austreibende Reben werden zunehmend von Spätfrösten bedroht. Strahlungs- und Windfrost können selbst in milden Lagen erhebliche Schäden verursachen. Glücklicherweise haben gesunde Reben ein Regenerationspotenzial – sogenannte Beiaugen können aushelfen, wenn Haupttriebe erfroren sind. Ein faszinierender Balanceakt zwischen Risiko, Anpassung und harter Arbeit für Winzer.

Arbeiten im Weinberg
Der Rebschnitt
Der Rebschnitt im Weinberg ist weit mehr als Routine – er bildet die Grundlage für den kommenden Jahrgang. Wie schon die Urrebe Vitis sylvestris im Urwald über das Laubdach hinaus wuchs, werden auch heute die jungen Triebe gezielt geschnitten und auf Drahtgerüste oder Pfähle geführt. Mit viel Handarbeit sichern die Wengerter die Gesundheit der Reben, fördern die Humusbildung im Boden und legen Maßstäbe für Qualität und nachhaltigen Weinbau.

Arbeiten im Weinberg
Weinlese und dann?
Nach der Weinlese beginnt das Leben der Trauben neu: Entrappen, Maischebereitung und Gärung formen Farbe, Aroma und Geschmack des Weins. Schon die Römer legten den Grundstein für den deutschen Weinbau, Karl der Große standardisierte Lagerung und Hygiene, und bis heute verbindet moderne Technik Tradition und Handwerk, um einzigartige Weine entstehen zu lassen.

Frühling
Wolle im Weinberg?
Im Frühjahr erwachen die Reben aus der Winterruhe: Erste Triebe und Knospen, die „in der Wolle stehen“, zeigen den Austrieb an und versprechen einen neuen Jahrgang. Besonders die Eisheiligen zwischen 11. und 15. Mai machen den Wengertern zu schaffen, denn Frostnächte können die zarten Knospen gefährden – ein spannender Balanceakt zwischen Wachstum und Wetterrisiko.

Arbeiten im Weinberg
Upgrade im Weinberg? Geht das?
Mit der Grünveredelung können alte Reben direkt im Weinberg zukunftsfähig gemacht werden – ohne Rodung oder Neupflanzung. Beim Chip-Budding-Verfahren werden neue, robuste Rebsorten auf bestehende Stöcke gepfropft, eine Technik, die Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Nachhaltigkeit vereint, besonders in steilen Lagen.

Arbeiten im Weinberg
Statt Picknick an der Enz - Grüne Lese im Rebenmeer
Im Hochsommer startet die grüne Lese – eine mühsame Handarbeit in der Hitze, bei der der Rebstock entlastet wird. Ziel ist, überschüssige Trauben zu entfernen, das Frucht-Blatt-Verhältnis zu optimieren und die Qualität der verbleibenden Trauben zu steigern. Dabei entscheidet Erfahrung über die Auswahl: Trauben an Seitentrieben, zu dicht oder von Schädlingen befallen, werden entfernt, die besten dürfen hängenbleiben.
So kann der Rebstock bis zur herbstlichen Lese seine ganze Energie in die verbleibenden Trauben investieren – für volle Aroma- und Farbentwicklung.

