Wolle im Weinberg?
Frühling

Wolle im Weinberg?

Im Frühjahr erwachen die Reben aus der Winterruhe: Erste Triebe und Knospen, die „in der Wolle stehen“, zeigen den Austrieb an und versprechen einen neuen Jahrgang. Besonders die Eisheiligen zwischen 11. und 15. Mai machen den Wengertern zu schaffen, denn Frostnächte können die zarten Knospen gefährden – ein spannender Balanceakt zwischen Wachstum und Wetterrisiko.
Der Kampf mit den Steinen
Arbeiten im Weinberg

Der Kampf mit den Steinen

Die alten Lesesteinriegel in den Weinbergen von Roßwag erzählen von harter Arbeit vergangener Generationen. Heute sind sie wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere, speichern Wärme und prägen das Landschaftsbild – ein stilles Zeugnis von Kultur, Natur und Artenvielfalt.
Die Winterruhe im Weinberg
Weinberg

Die Winterruhe im Weinberg

Die Winterruhe ist die stille, aber entscheidende Phase im Weinberg: Während die Reben von Herbst bis Frühjahr ihre Energie speichern und sich von der vergangenen Saison erholen, bereiten die Wengerter den Rebschnitt vor und planen die kommende Vegetationsperiode. Eine Zeit der Ruhe und Regeneration – für Pflanze, Boden und Winzer gleichermaßen.
Statt Picknick an der Enz - Grüne Lese im Rebenmeer
Arbeiten im Weinberg

Statt Picknick an der Enz - Grüne Lese im Rebenmeer

Im Hochsommer startet die grüne Lese – eine mühsame Handarbeit in der Hitze, bei der der Rebstock entlastet wird. Ziel ist, überschüssige Trauben zu entfernen, das Frucht-Blatt-Verhältnis zu optimieren und die Qualität der verbleibenden Trauben zu steigern. Dabei entscheidet Erfahrung über die Auswahl: Trauben an Seitentrieben, zu dicht oder von Schädlingen befallen, werden entfernt, die besten dürfen hängenbleiben. So kann der Rebstock bis zur herbstlichen Lese seine ganze Energie in die verbleibenden Trauben investieren – für volle Aroma- und Farbentwicklung.
Laubarbeiten im Weinberg
Arbeiten im Weinberg

Laubarbeiten im Weinberg

Im Hochsommer herrscht im Weinberg Hochbetrieb: Die Reben werden entlastet, Triebe ausgebrochen, Blätter vorsichtig geschnitten und Geiztrauben entfernt. So entsteht eine luftige, sonnige Laubwand, in der die Trauben ihre volle Farbe und Aromen entwickeln können – Sommerarbeit, die im Herbst die Qualität bestimmt.
Pflege und Aufzucht von Jungreben
Arbeiten im Weinberg

Pflege und Aufzucht von Jungreben

Der erste Trieb entscheidet über die Zukunft der Jungrebe. Mit Sorgfalt wird der Pfropfkopf entlastet: Alle Triebe bis auf einen werden entfernt, um einen geraden, kräftigen Stamm zu fördern. Frühzeitige Pflege sichert, dass aus der jungen Rebe später hochwertiges Fruchtholz entsteht – der Grundstein für einen starken Weinberg von morgen.
Reben biegen (historisch: gerten)
Arbeiten im Weinberg

Reben biegen (historisch: gerten)

Der Rebschnitt ist geschafft – jetzt werden die Fruchtruten vorsichtig über den Draht gebogen und fixiert. Durch das Biegen wird die Apikaldominanz gebrochen, der Saft verteilt sich gleichmäßig und die Trauben erhalten optimale Nährstoffversorgung. Eine mühsame, zeitintensive Arbeit, die Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Sorgfalt erfordert – aber die Grundlage für eine gleichmäßige Traubenqualität legt.
Der Rebschnitt
Arbeiten im Weinberg

Der Rebschnitt

Die Rebkultur begann vor Jahrhunderten mit dem Schneiden der Reben – angeblich inspiriert von einem Esel, der im Winter die einjährigen Triebe abfraß. Heute ist der Rebschnitt entscheidend, um die Rebe zu kultivieren, gesunde Trauben zu erzeugen und das Blatt-Wurzel-Verhältnis optimal zu halten. Altes Holz, Fruchtholz und einjähriges Holz werden gezielt geschnitten, verjüngt und angeschnitten, damit die Rebe Reservestoffe speichern kann – für die Blütendifferenzierung und die Trauben des nächsten Jahres. Ein tiefer Eingriff, der Erfahrung und Fingerspitzengefühl erfordert.