Die heimlichen Helden des Steillagenkollektivs
Natur & Tiere

Die heimlichen Helden des Steillagenkollektivs

Der Boden eines Weinbergs ist ein wahres Kraftwerk des Lebens: Milliarden von Mikroorganismen und bis zu 20 Regenwurmarten pro Hektar arbeiten unermüdlich, um Humus aufzubauen, Nährstoffe zu recyceln und die Bodenstruktur zu verbessern. Diese unscheinbaren Helfer sorgen für gesunde Pflanzen, belüfteten Boden und Erosionsschutz – ein faszinierendes Zusammenspiel unter der Erde, das das Leben über der Oberfläche entscheidend prägt.
Wolle im Weinberg?
Frühling

Wolle im Weinberg?

Im Frühjahr erwachen die Reben aus der Winterruhe: Erste Triebe und Knospen, die „in der Wolle stehen“, zeigen den Austrieb an und versprechen einen neuen Jahrgang. Besonders die Eisheiligen zwischen 11. und 15. Mai machen den Wengertern zu schaffen, denn Frostnächte können die zarten Knospen gefährden – ein spannender Balanceakt zwischen Wachstum und Wetterrisiko.
Der Kampf mit den Steinen
Arbeiten im Weinberg

Der Kampf mit den Steinen

Die alten Lesesteinriegel in den Weinbergen von Roßwag erzählen von harter Arbeit vergangener Generationen. Heute sind sie wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere, speichern Wärme und prägen das Landschaftsbild – ein stilles Zeugnis von Kultur, Natur und Artenvielfalt.
Upgrade im Weinberg? Geht das?
Arbeiten im Weinberg

Upgrade im Weinberg? Geht das?

Mit der Grünveredelung können alte Reben direkt im Weinberg zukunftsfähig gemacht werden – ohne Rodung oder Neupflanzung. Beim Chip-Budding-Verfahren werden neue, robuste Rebsorten auf bestehende Stöcke gepfropft, eine Technik, die Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Nachhaltigkeit vereint, besonders in steilen Lagen.
Die Winterruhe im Weinberg
Weinberg

Die Winterruhe im Weinberg

Die Winterruhe ist die stille, aber entscheidende Phase im Weinberg: Während die Reben von Herbst bis Frühjahr ihre Energie speichern und sich von der vergangenen Saison erholen, bereiten die Wengerter den Rebschnitt vor und planen die kommende Vegetationsperiode. Eine Zeit der Ruhe und Regeneration – für Pflanze, Boden und Winzer gleichermaßen.
Der biologische Säureabbau
Kelter

Der biologische Säureabbau

Der biologische Säureabbau ist ein natürlicher Prozess, bei dem die Apfelsäure im Wein in milde Milchsäure umgewandelt wird. Das Ergebnis: weichere Säure, harmonische Balance und eine cremige Textur, die den Wein geschmacklich runder und nuancierter macht.
Der erste Abstich - ein wichtiger Schritt für die Weinqualität
Kelter

Der erste Abstich - ein wichtiger Schritt für die Weinqualität

Im Keller wird der Wein jetzt vom Hefesatz getrennt – der sogenannte erste Abstich. Dabei gewinnt der Jungwein an Klarheit und Stabilität, während das Kellerteam Geschmack, Reife und weitere Schritte genau im Blick behält. Ein entscheidender Moment auf dem Weg zum fertigen Wein!
Der optimale Reifezeitpunkt für die Weinlese
Arbeiten im Weinberg

Der optimale Reifezeitpunkt für die Weinlese

Den perfekten Moment für die Weinlese zu bestimmen, ist eine Kunst. Zucker-, Säure- und Phenolgehalt der Trauben, ihre Farbe und Saftigkeit sowie die Wetterbedingungen müssen sorgfältig beobachtet werden – nur so entsteht Wein mit ausgewogener Qualität und Charakter.
Statt Picknick an der Enz - Grüne Lese im Rebenmeer
Arbeiten im Weinberg

Statt Picknick an der Enz - Grüne Lese im Rebenmeer

Im Hochsommer startet die grüne Lese – eine mühsame Handarbeit in der Hitze, bei der der Rebstock entlastet wird. Ziel ist, überschüssige Trauben zu entfernen, das Frucht-Blatt-Verhältnis zu optimieren und die Qualität der verbleibenden Trauben zu steigern. Dabei entscheidet Erfahrung über die Auswahl: Trauben an Seitentrieben, zu dicht oder von Schädlingen befallen, werden entfernt, die besten dürfen hängenbleiben. So kann der Rebstock bis zur herbstlichen Lese seine ganze Energie in die verbleibenden Trauben investieren – für volle Aroma- und Farbentwicklung.