Blog - Steillagenkollektiv

Kelter
Rotweinbereitung: Ein Blick hinter die Kulissen
Die Rotweinbereitung ist eine faszinierende Kunst: Vom Entrappen über das sanfte Anquetschen der Beeren bis zur Maischegärung wird jeder Schritt genutzt, um Farbe, Aroma und Tannine optimal zu extrahieren. Ob durch traditionelle Maischegärung oder den gezielten Einsatz von Reinzuchthefen, ob im Edelstahltank oder im Holzfass ausgebaut – jede Entscheidung formt den Charakter des Weins und macht ihn einzigartig.

Arbeiten im Weinberg
Weinlese und dann?
Nach der Weinlese beginnt das Leben der Trauben neu: Entrappen, Maischebereitung und Gärung formen Farbe, Aroma und Geschmack des Weins. Schon die Römer legten den Grundstein für den deutschen Weinbau, Karl der Große standardisierte Lagerung und Hygiene, und bis heute verbindet moderne Technik Tradition und Handwerk, um einzigartige Weine entstehen zu lassen.

Natur & Tiere
In der Hitze des Sommers
Die Weinberge sind im Sommer extremen Bedingungen ausgesetzt: Hitze, Trockenheit und karge Böden prägen das Leben zwischen Reben und Trockenmauern. Genau hier fühlen sich widerstandsfähige Dickblattgewächse wie Mauerpfeffer und Dachwurz besonders wohl. Sie trotzen der Sonne, bringen Farbe in den Weinberg und bieten gleichzeitig wertvolle Nahrung für Insekten. Wer genauer hinschaut, entdeckt eine faszinierende kleine Welt – am besten bei einem Glas Weißburgunder.

Natur & Tiere
Wildkräuter im lebendigen Weinberg
In lebendigen Weinbergen zeigt sich die faszinierende Vielfalt von Flora und Fauna. Hitze, Trockenheit und Jahreszeiten beeinflussen Pflanzen und Boden, während über 400 Wildpflanzenarten – von Mauerpfeffer bis Karthäuser-Nelke – das Ökosystem bereichern, Bestäuber versorgen und zur Artenvielfalt beitragen. Ein Spaziergang durch solche Weinberge wird so zu einem Erlebnis für alle Sinne.

Natur & Tiere
Die heimlichen Helden des Steillagenkollektivs
Der Boden eines Weinbergs ist ein wahres Kraftwerk des Lebens: Milliarden von Mikroorganismen und bis zu 20 Regenwurmarten pro Hektar arbeiten unermüdlich, um Humus aufzubauen, Nährstoffe zu recyceln und die Bodenstruktur zu verbessern. Diese unscheinbaren Helfer sorgen für gesunde Pflanzen, belüfteten Boden und Erosionsschutz – ein faszinierendes Zusammenspiel unter der Erde, das das Leben über der Oberfläche entscheidend prägt.

Frühling
Wolle im Weinberg?
Im Frühjahr erwachen die Reben aus der Winterruhe: Erste Triebe und Knospen, die „in der Wolle stehen“, zeigen den Austrieb an und versprechen einen neuen Jahrgang. Besonders die Eisheiligen zwischen 11. und 15. Mai machen den Wengertern zu schaffen, denn Frostnächte können die zarten Knospen gefährden – ein spannender Balanceakt zwischen Wachstum und Wetterrisiko.

Arbeiten im Weinberg
Der Kampf mit den Steinen
Die alten Lesesteinriegel in den Weinbergen von Roßwag erzählen von harter Arbeit vergangener Generationen. Heute sind sie wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere, speichern Wärme und prägen das Landschaftsbild – ein stilles Zeugnis von Kultur, Natur und Artenvielfalt.

Arbeiten im Weinberg
Upgrade im Weinberg? Geht das?
Mit der Grünveredelung können alte Reben direkt im Weinberg zukunftsfähig gemacht werden – ohne Rodung oder Neupflanzung. Beim Chip-Budding-Verfahren werden neue, robuste Rebsorten auf bestehende Stöcke gepfropft, eine Technik, die Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Nachhaltigkeit vereint, besonders in steilen Lagen.

Weinberg
Die Winterruhe im Weinberg
Die Winterruhe ist die stille, aber entscheidende Phase im Weinberg: Während die Reben von Herbst bis Frühjahr ihre Energie speichern und sich von der vergangenen Saison erholen, bereiten die Wengerter den Rebschnitt vor und planen die kommende Vegetationsperiode. Eine Zeit der Ruhe und Regeneration – für Pflanze, Boden und Winzer gleichermaßen.

