Der optimale Reifezeitpunkt für die Weinlese
Arbeiten im Weinberg

Der optimale Reifezeitpunkt für die Weinlese

Den perfekten Moment für die Weinlese zu bestimmen, ist eine Kunst. Zucker-, Säure- und Phenolgehalt der Trauben, ihre Farbe und Saftigkeit sowie die Wetterbedingungen müssen sorgfältig beobachtet werden – nur so entsteht Wein mit ausgewogener Qualität und Charakter.
Statt Picknick an der Enz - Grüne Lese im Rebenmeer
Arbeiten im Weinberg

Statt Picknick an der Enz - Grüne Lese im Rebenmeer

Im Hochsommer startet die grüne Lese – eine mühsame Handarbeit in der Hitze, bei der der Rebstock entlastet wird. Ziel ist, überschüssige Trauben zu entfernen, das Frucht-Blatt-Verhältnis zu optimieren und die Qualität der verbleibenden Trauben zu steigern. Dabei entscheidet Erfahrung über die Auswahl: Trauben an Seitentrieben, zu dicht oder von Schädlingen befallen, werden entfernt, die besten dürfen hängenbleiben. So kann der Rebstock bis zur herbstlichen Lese seine ganze Energie in die verbleibenden Trauben investieren – für volle Aroma- und Farbentwicklung.
Laubarbeiten im Weinberg
Arbeiten im Weinberg

Laubarbeiten im Weinberg

Im Hochsommer herrscht im Weinberg Hochbetrieb: Die Reben werden entlastet, Triebe ausgebrochen, Blätter vorsichtig geschnitten und Geiztrauben entfernt. So entsteht eine luftige, sonnige Laubwand, in der die Trauben ihre volle Farbe und Aromen entwickeln können – Sommerarbeit, die im Herbst die Qualität bestimmt.
Rebbluete im Lembergerland
Arbeiten im Weinberg

Die Rebblüte

Der Weinberg erwacht: Nach dem Abfallen der Schutzkappen zeigen sich die Blüten – jede Rispe ein Geschein voller Potenzial. Die selbstbestäubten Fruchtknoten bilden die Beeren, und das Wetter entscheidet über ihr Wachstum. Ein Moment, der über die Qualität des Jahrgangs entscheidet.
Pflege und Aufzucht von Jungreben
Arbeiten im Weinberg

Pflege und Aufzucht von Jungreben

Der erste Trieb entscheidet über die Zukunft der Jungrebe. Mit Sorgfalt wird der Pfropfkopf entlastet: Alle Triebe bis auf einen werden entfernt, um einen geraden, kräftigen Stamm zu fördern. Frühzeitige Pflege sichert, dass aus der jungen Rebe später hochwertiges Fruchtholz entsteht – der Grundstein für einen starken Weinberg von morgen.
Reben biegen (historisch: gerten)
Arbeiten im Weinberg

Reben biegen (historisch: gerten)

Der Rebschnitt ist geschafft – jetzt werden die Fruchtruten vorsichtig über den Draht gebogen und fixiert. Durch das Biegen wird die Apikaldominanz gebrochen, der Saft verteilt sich gleichmäßig und die Trauben erhalten optimale Nährstoffversorgung. Eine mühsame, zeitintensive Arbeit, die Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Sorgfalt erfordert – aber die Grundlage für eine gleichmäßige Traubenqualität legt.
Der Rebschnitt
Arbeiten im Weinberg

Der Rebschnitt

Die Rebkultur begann vor Jahrhunderten mit dem Schneiden der Reben – angeblich inspiriert von einem Esel, der im Winter die einjährigen Triebe abfraß. Heute ist der Rebschnitt entscheidend, um die Rebe zu kultivieren, gesunde Trauben zu erzeugen und das Blatt-Wurzel-Verhältnis optimal zu halten. Altes Holz, Fruchtholz und einjähriges Holz werden gezielt geschnitten, verjüngt und angeschnitten, damit die Rebe Reservestoffe speichern kann – für die Blütendifferenzierung und die Trauben des nächsten Jahres. Ein tiefer Eingriff, der Erfahrung und Fingerspitzengefühl erfordert.
Aus Gestrüpp wird wieder Weinberg
Arbeiten im Weinberg

Aus Gestrüpp wird wieder Weinberg

Weinbergbrache? Nur wenn sie lebt!Brache kann gut sein – der Boden erholt sich und das Bodenleben regeneriert sich. Doch Brombeerwildnis und Verbuschung gefährden Trockenmauern, Artenvielfalt und das Landschaftsbild. Am 21.01.2023 packten 25 „Wengerter für ein Jahr“ und Freiwillige kräftig an, um 5.000 m² terrassierten Weinberg in der Rosswager Halde von Brombeeren zu befreien. Jetzt können neue, zukunftsfähige Weinbergterrassen entstehen. Schritt für Schritt wird die Fläche bis 2028 wieder bepflanzt – während Blumen und Kräuter den Boden regenerieren.